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Finanzierung eines Campingplatzes – Was Sie wissen müssen

Einen Campingplatz zu kaufen oder zu pachten, ist für viele Gründer ein großer Schritt – auch wegen der erheblichen finanziellen Tragweite. Daher sollten Sie sich frühzeitig mit den Möglichkeiten verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten, erforderlichen Genehmigungen und natürlich den Kosten befassen. Dieser Beitrag unterstützt Sie dabei und gibt eine sachliche Einordnung aus wirtschaftlicher Sicht.


Campingplatz kaufen: Die Finanzierung im Überblick

  • Die Finanzierung eines Campingplatzes ist komplexer als die Finanzierung klassischer Immobilien. Während bei Wohnimmobilien der Sachwert im Vordergrund steht, ist bei Campingplätzen die Ertragskraft entscheidend. Maßgeblich ist die Frage, ob der Platz dauerhaft Einnahmen erwirtschaften kann, die ausreichen, um laufende Kosten, Kredite für den Immobilienkauf, Tilgung und notwendige Rücklagen zu decken.
  • Der Kauf oder die Pacht eines etablierten Campingplatzes ist häufig besser finanzierbar als eine Neugründung.
  • Zuschüsse oder Förderbeiträge können dabei die Anfangsfinanzierung entlasten, ersetzen jedoch keine tragfähige wirtschaftliche Grundlage des laufenden Betriebs.

Finanzierung eines Campingplatzes: Wie Banken bewerten

Der deutsche Campingmarkt bleibt wirtschaftlich relevant: Im Jahr 2024 wurden auf Campingplätzen im Inland rund 42,9 Millionen Übernachtungen verzeichnet – knapp 20 % mehr als vor der Pandemie. Diese Entwicklung unterstreicht die stabile Nachfrage und die Bedeutung des Segments für Betreiber, Investoren und Banken.

In der Regel basiert die Finanzierung eines Campingplatzes auf einer Kombination aus Eigenkapital, Bankkredit und gegebenenfalls Förderprogrammen. Banken betrachten Campingplätze als gewerbliche Immobilien mit angeschlossenem Betrieb. Neben dem Sachwert der Anlagen fließt vor allem der Ertragswert in die Bewertung ein.

Wesentliche Kriterien bei Krediten für Campingplätze sind:

  • die bisherige Kapazitätsnutzung
  • die Saisonabhängigkeit
  • die Struktur der Stellplätze für Camper, Wohnwagen und Wohnmobile
  • die Höhe der Betriebskosten
  • die Erfahrung des Betreibers

Auch Standortfaktoren wie touristische Nachfrage, Wettbewerbssituation und regionale Entwicklung beeinflussen die Finanzierung. Eine Immobilienfinanzierung erfolgt bei Campingplätzen daher stets als individuelle Einzelfallprüfung.

Businessplan als Grundlage der Finanzierung Ihres Campingplatzes

Ein Businessplan beschreibt die Geschäftsidee, den Standort, die Zielgruppe, die geplante Kapazitätsauslastung sowie die Kostenstruktur, eine Liquiditätsvorschau sowie eine klare Darstellung der Finanzierung.

Ohne einen tragfähigen Businessplan ist die Finanzierung eines Campingplatzes in der Regel nicht möglich. Für Banken ist er unserer Erfahrung nach das wichtigste Entscheidungsinstrument!

Für Sie bedeutet das, dass Annahmen im Businessplan nachvollziehbar und realistisch hergeleitet sein sollten. Banken achten insbesondere darauf, wie sich die Auslastung in Haupt- und Nebensaison verteilt, welche Preise angesetzt werden und ob die laufenden Kosten auch außerhalb der Saison gedeckt sind.

Eigenkapital, Sicherheiten und Kreditlaufzeiten

Ein weiterer zentraler Punkt bei der Finanzierung eines Campingplatzes ist das Eigenkapital. Banken erwarten in der Regel einen Eigenkapitalanteil von etwa 30 bis 40 Prozent. Bei Neugründungen, höherem Alter oder Standorten ohne nachweisbare Nachfrage kann der erforderliche Eigenkapitalanteil höher ausfallen, da das Geschäftsmodell aus Sicht der Bank ein erhöhtes Risiko darstellt. Ein höherer Eigenkapitaleinsatz reduziert dieses Risiko und verbessert in der Regel die Finanzierungskonditionen.

Als Sicherheiten dienen das Grundstück und die baulichen Anlagen, in einzelnen Fällen ergänzt durch Bürgschaften oder zusätzliche Sicherheiten. Für Sie ist dabei wichtig zu wissen, dass Banken die Kreditlaufzeiten nicht pauschal festlegen, sondern an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Anlagen und an der Ertragskraft des Betriebs ausrichten. Längere Laufzeiten können die Liquidität entlasten, führen jedoch über die Gesamtlaufzeit zu einer höheren Zinsbelastung.

Campingplatz gründen oder bestehenden Campingplatz übernehmen?

Beispielrechnung: Finanzierung eines Campingplatzes

Eine vereinfachte Beispielrechnung zeigt, wie Banken die Finanzierung eines Campingplatzes bewerten:

Annahme:

  • Kaufpreis Campingplatz: 2.500.000 Euro
  • Eigenkapital: 750.000 Euro (30 % – üblich sind 30 bis 40 %)
  • Bankdarlehen: 1.750.000 Euro

Bei einer Laufzeit von 20 Jahren und einem angenommenen Zinssatz von 4,0 % ergibt sich eine jährliche Belastung aus Zins und Tilgung von rund 163.140 Euro (ca. 13.595 Euro pro Monat).

Für Banken ist entscheidend, ob der laufende Betrieb diesen Kapitaldienst tragen kann. Üblicherweise wird ein freier Cashflow von mindestens 120 bis 130 % des Kapitaldienstes erwartet. In diesem Beispiel bedeutet das einen erforderlichen Cashflow von rund 196.000 bis 212.000 Euro pro Jahr.

Ein bestehender Campingplatz mit nachweisbaren Umsätzen, bekannten Betriebskosten und stabiler Auslastung kann diese Anforderungen häufig erfüllen.

Bitte beachten Sie: Die genannte Beispielrechnung dient der Orientierung. Die Konditionen variieren normalerweise je nach Objekt, Standort und Betreibererfahrung.

Einen Campingplatz kaufen oder pachten?

Wir sehen in der Praxis häufig, dass Banken bei bestehenden Campingplätzen deutlich schneller zu einer Finanzierung bereit sind. Der Grund ist simpel: Ein etablierter Platz verfügt über Genehmigungen, funktionierende Sanitäranlagen und vor allem über eine nachweisbare Umsatzhistorie. Auch die laufenden Kosten sind bekannt. Für Banken sind das harte Fakten – und sie senken das Risiko spürbar.

Alternativ kann Ihnen die Pacht den Einstieg erleichtern, da weniger Startkapital erforderlich ist. Allerdings prüfen Banken auch bei einer Pacht sehr genau, ob der Vertrag langfristig gesichert ist und ob das Geschäftsmodell wirtschaftlich tragfähig ist.

Zum Weiterlesen: Gerade bei Nachfolgeregelungen ist eine professionelle Begleitung entscheidend. Weitere Informationen finden Sie hier.

Neuen Campingplatz kaufen: Finanzierung oft komplexer

Der Erfahrung nach bringt die Finanzierung eines Campingplatzes mit neuer Campingplatzgenehmigung deutlich höhere Anforderungen mit sich. Hohe Anfangsinvestitionen, lange Genehmigungsphasen und eine Anlaufzeit ohne gesicherte Umsätze führen dazu, dass Banken zurückhaltender agieren und häufig höhere Eigenkapitalquoten sowie besonders belastbare Prognosen verlangen.

Ein Campingplatz ist wirklich individuell. Es ist ein Unternehmen, es generiert Umsätze und idealerweise auch Gewinne. Das hat nicht viel damit zu tun, ob ich in München-Grünwald eine Wohnung verkaufe.

— Dominik Miegel

Immobilienkredit und Finanzierungsmöglichkeiten für Campingplätze

Für die Finanzierung eines Campingplatzes kommen in der Regel klassische Bankdarlehen oder Immobilienkredite für gewerblich genutzte Objekte zum Einsatz. Sie sollten dabei berücksichtigen, dass Banken weniger auf die Bezeichnung des Kredits achten als auf die nachhaltige Ertragskraft des Betriebs und eine nachvollziehbare Finanzierungsstruktur.

Zinsen aus Immobilienkrediten können im gewerblichen Bereich grundsätzlich steuerlich abgesetzt werden. Die konkrete Ausgestaltung hängt allerdings von der Rechtsform ab und sollte fachlich begleitet werden.

Spezialisierte Banken für die Campingplatz-Finanzierung

Erfahrungsgemäß finanzieren nicht alle Banken Campingplätze. Spezialisierte Tourismusfinanzierer haben mehr Erfahrung mit den besonderen Anforderungen der Branche. Ein Beispiel ist die DKB AG (Deutsche Kreditbank), die sich auf Tourismusfinanzierung spezialisiert hat. Mit einem Kreditvolumen von 1,2 Milliarden Euro finanziert die DKB über 1.100 Tourismusunternehmen und begleitet auch Campingplatz-Projekte.

Die DKB bietet Kreditlaufzeiten bis 20 Jahre, lange Zinsbindungen, Tilgungsfreijahre und die Einbindung von Fördermitteln, ist jedoch regional auf Berlin, Hamburg sowie die Küstenregionen Norddeutschlands beschränkt. Ergänzend kommen Förderbanken wie die KfW und regionale Landesförderbanken infrage.

In der Praxis ist es oft sinnvoll, zunächst bei der bisherigen Hausbank des Campingplatzes anzufragen. Sie kennt den Betrieb, die Umsatzhistorie, die Auslastungsstruktur und die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bereits. Dadurch lassen sich Risikoanalysen häufig effizienter durchführen, was die Chancen auf eine Anschluss- oder eine Weiterfinanzierung verbessern kann.

Beteiligungsmodelle und alternative Finanzierungsformen

Neben klassischen Bankdarlehen gibt es alternative Finanzierungsmodelle. Ein Beteiligungsmodell bringt stille oder aktive Teilhaber ins Boot und verteilt die finanzielle Last auf mehrere Schultern – erfordert aber klare vertragliche Regelungen und Transparenz. Die Mezzanin-Finanzierung ist eine Hybrid-Form zwischen Eigen- und Fremdkapital, die Flexibilität bietet, aber teurer ist und sich eher für größere Projekte eignet.

Bei der Übernahme bestehender Campingplätze kommen erfahrungsgemäß häufig Kombinationen aus Kaufpreis, Ratenfinanzierung und Beteiligungsmodellen zum Einsatz. Diese Struktur erleichtert den Einstieg für Sie und ermöglicht dem Verkäufer eine gestaffelte Auszahlung. Eine fachliche Begleitung ist dabei sinnvoll, um rechtliche und steuerliche Aspekte sauber abzubilden.

Wie funktioniert eine Finanzierung? Wie läuft sie ab?

Viele Gründer fragen sich, wie eine Kapitalfinanzierung in der Praxis funktioniert. Zunächst werden Kosten, Startkapital und Eigenkapital ermittelt. Darauf folgen die Erstellung des Businessplans, Gespräche mit Banken und Förderstellen sowie die Prüfung von Sicherheiten, Laufzeiten und Konditionen.

Wie eine Projektfinanzierung abläuft, hängt allerdings stark vom jeweiligen Projekt ab. Ein bestehender Campingplatz ist in der Regel leichter zu finanzieren als ein neuer Platz ohne Betriebshistorie, da Risiken besser eingeschätzt werden können und belastbare Zahlen vorliegen.

Cashflow, Saisonverlauf und Liquiditätsplanung

Ein häufiger Fehler ist die Gleichsetzung von Kapazitätsauslastung und Liquidität. Für Sie ist entscheidend, dass Campingplätze einen Großteil ihrer Einnahmen in der Saison erzielen, während Kosten, Kreditraten und Pachtzahlungen ganzjährig anfallen.

Sie sollten Ihre Liquiditätsplanung daher so aufstellen, dass der Saisonverlauf, Rücklagen für schwächere Monate und ausreichende Puffer berücksichtigt sind. Banken prüfen insbesondere, ob der Cashflow auch in der Nebensaison ausreicht, um laufende Verpflichtungen zu erfüllen. Eine saubere Liquiditätsplanung ist deshalb zentral für die Finanzierung.

Typische Fehlannahmen vermeiden

Ein weiterer Stolperstein ist die Annahme, dass Banken Campingplätze wie klassische Immobilien bewerten. Ebenso werden Genehmigungszeiträume oder laufende Betriebskosten oft zu optimistisch eingeschätzt – mit spürbaren Folgen für Ihre Finanzierung. Weitere Risiken liegen in fehlenden Rücklagen, zu knapp kalkulierten Kreditlaufzeiten und einer unzureichenden Vorbereitung auf Investitionen in Instandhaltung. Eine realistische Planung und konservative Kalkulation sind entscheidend, um diese Risiken zu minimieren.

Fördermittel und öffentliche Finanzierung realistisch eingeordnet

Förderprogramme ergänzen die Finanzierung eines Campingplatzes durch Förderkredite oder Bürgschaften und verbessern damit Ihre Finanzierungsbedingungen. Verlassen sollten Sie sich darauf jedoch nicht, da Eigenkapital und ein belastbarer Businessplan weiterhin zentrale Voraussetzungen bleiben. 

Für Sie als Investor bedeutet das: Förderdarlehen liegen bei regionalen Programmen häufig zwischen 10.000 Euro und 5 Mio. Euro – mit Laufzeiten von 5 bis 20 Jahren. Förderbanken wie die L-Bank (Baden-Württemberg) definieren diese Spannen als gängige Orientierungswerte für touristische Investitionen, auch bei Campingplätzen.

Fördermittel sind an klare Auflagen gebunden und erfordern zusätzliche Nachweise – eine frühzeitige Prüfung lohnt sich. Beispiele sind Förderprogramme wie das Tourismusinfrastrukturprogramm Baden-Württemberg, das Investitionen in touristische Infrastruktur unterstützt.

Auch Förderkredite der KfW-Bank werden häufig genutzt, etwa für Modernisierung, Energieeffizienz oder Infrastrukturmaßnahmen, und müssen über die Hausbank beantragt werden.

Praxisbeispiel

In der Praxis kann auch der Kauf eines bestehenden Campingplatzes im Rahmen einer Unternehmensnachfolge förderfähig sein. Voraussetzung ist in der Regel ein tragfähiger Businessplan sowie ein eigenes finanzielles Engagement von etwa 30 % des Investitionsvolumens in Form von Eigenkapital oder Sicherheiten. Förderdarlehen werden dabei über die Hausbank eingebunden. Eine frühzeitige Beratung, etwa über die Industrie- und Handelskammer, erhöht die Erfolgschancen. Weitere Orientierung bietet das Existenzgründungsportal des BMWK.

Fördermittel dienen dabei meist der Verbesserung der Finanzierungskonditionen, ersetzen jedoch keine solide Eigenkapitalbasis oder eine tragfähige Gesamtstruktur. Sie schaffen eine stabile Finanzierungsgrundlage, wenn Förderinstrumente realistisch eingeplant und nicht überschätzt werden.

Wohnmobil, Stellplatz und Standort

Ebenfalls erhöht ein ausgewogenes Angebot an Stellplatz-Varianten für Wohnwagen und Wohnmobile die Attraktivität eines Campingplatzes. Insbesondere naturnahe Lagen, touristische Nachfrage und eine gute Verkehrsanbindung wirken sich spürbar auf die Auslastung aus.

Die Klassifizierung des Campingplatzes, die Ausstattung der Sanitäranlagen sowie Zusatzangebote wie Gastronomie oder Serviceleistungen wirken sich ebenfalls auf den wirtschaftlichen Erfolg aus. Das sollten Sie bereits bei der Mittelbeschaffung berücksichtigen.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Unterkünfte liegt in der saisonalen Entkopplung: Während klassische Stellplätze stark witterungsabhängig sind, lassen sich feste oder hochwertig ausgestattete Mietunterkünfte häufig auch in der Nebensaison oder im Winter erfolgreich vermarkten. Dadurch entstehen zusätzliche planbare Einnahmequellen und eine bessere Ganzjahresauslastung.

Diese strategischen Aspekte sollten Sie bereits bei der Mittelbeschaffung berücksichtigen, da sie unmittelbaren Einfluss auf Investitionsvolumen, Finanzierungskonzept und langfristige Rentabilität haben.

Betriebskosten und laufender Betrieb

Neben den Investitionskosten sind die laufenden Kosten für Sie entscheidend. Dazu zählen Personal, Energie, Instandhaltung, Versicherungen und Verwaltung. Diese Kosten sind dauerhaft mit dem Betrieb eines Campingplatzes verbunden und müssen realistisch kalkuliert werden.

So zeichnet sich ein gut geführter Campingplatz durch kontrollierte Betriebskosten, klare Abläufe und eine stabile Kapazitätsauslastung aus. Gerade bei der Kalkulation der laufenden Kosten zeigt sich, dass kleine Fehlannahmen langfristig erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben können.

Institutionen, Verbände und Unterstützung

Der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e. V. (BVCD) stellt beispielsweise Brancheninformationen, Marktübersichten und Orientierungshilfen zur Verfügung. Auch Verbände wie der Deutsche Tourismusverband (DTV) bieten wertvolle Einblicke in Markt- und Qualitätsfragen, ersetzen jedoch keine individuelle Finanzierungs- oder Wirtschaftlichkeitsprüfung.
 

Für Gründer sind zudem die Industrie- und Handelskammer (IHK), regionale Handelskammern sowie die Agentur für Arbeit wichtige Ansprechpartner – etwa bei Fragen zur Selbstständigkeit, zur Unternehmensgründung oder zu Förderinstrumenten wie dem Gründungszuschuss.

Zur gezielten Suche nach qualifizierten Mitarbeitenden können Sie branchenspezifische Plattformen wie die Jobbörse von IIM oder CampingJobs nutzen. Dort werden gezielt Stellenangebote aus dem Camping- und Freizeitbereich veröffentlicht, wodurch Betreiber passende Fach- und Saisonkräfte effizient erreichen können.

Fazit: Welche Finanzierungsmöglichkeit passt zu Ihrem Vorhaben?

Die Wahl der richtigen Finanzierung hängt stark von Ihrem konkreten Vorhaben ab. Wer einen bestehenden Campingplatz erwerben möchte, profitiert von etablierten Betriebsstrukturen und nachweisbaren Umsätzen. Die klassische Bankfinanzierung ist hier meist die beste Wahl. Eine Übernahme im Rahmen einer Nachfolgeregelung kann durch Mezzanin-Kapital oder Beteiligungsmodelle erleichtert werden, da der Verkäufer oft flexibel mitfinanzieren kann.

Bei einem Neubau sollten Sie mit höheren Eigenkapitalanforderungen rechnen und Förderprogramme gezielt nutzen. Eine Erweiterung oder Modernisierung eines bestehenden Platzes ist häufig leichter zu finanzieren als ein Neubau, da bereits eine Betriebshistorie vorhanden ist. Kleinere Förderkredite können hier die Eigenkapitalquote senken und die Finanzierung erleichtern.

Wir unterstützen Sie gerne

IIM ist ein familiengeführtes Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Vermittlung von Campingplätzen. Die Spezialisierung auf Campingplätze, fundierte Marktkenntnis sowie Erfahrung mit Finanzierung und Nachfolge ermöglichen eine realistische Einschätzung von Chancen, Risiken und Machbarkeit.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch, um den Kauf oder die Pacht eines Campingplatzes professionell begleiten zu lassen.


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Portrait von Sarah Miegel

Sarah Miegel

Organisation & Entwicklung bei IIM


FAQ

Die Eröffnung eines Campingplatzes ist an zahlreiche rechtliche Voraussetzungen gebunden. Dazu zählen die Baugenehmigung, Vorgaben der zuständigen Bauaufsichtsbehörde sowie die Camping- und Wochenendplatzverordnung. Auch Umweltauflagen, Anforderungen an sanitäre Anlagen und die Verkehrsanbindung spielen eine Rolle.

Vor der Gründung eines Campingplatzes ist zudem die Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt erforderlich. Je nach Standort kommen weitere Auflagen hinzu, etwa aus dem Natur- oder Immissionsschutz. Diese rechtlichen Rahmenbedingungen beeinflussen nicht nur den Zeitplan, sondern auch die Finanzierung, da sie Kosten und Investitionsumfang bestimmen.

Die Kosten für die Eröffnung eines Campingplatzes variieren stark. Neben Grundstück oder Kaufpreis entstehen Ausgaben für Genehmigungen, Erschließung, Sanitäranlagen und Infrastruktur. Zusätzlich fallen Kosten für Notar und Makler, Gutachten, Businessplan-Erstellung, Firmengründung, Gewerbesteuer, Marketing, Personal, Modernisierungen, laufende Betriebskosten, Versicherungen sowie ausreichende Liquiditätsreserven an.

Ja, mit einem Campingplatz kann Geld verdient werden, wenn Standort, Auslastung und Kostenstruktur stimmen. Trotz steigender Nachfrage ist das Angebot begrenzt, da neue Plätze nicht so oft genehmigt werden. Diese Marktknappheit sorgt für stabile Auslastungen. Gut geführte, klar positionierte Betriebe können daher ganzjährig wirtschaftlich erfolgreich sein.

Immobilienkredite können auch für einen Campingplatz genutzt werden, da dieser als gewerbliche Immobilie gilt. Banken bewerten dabei nicht nur Grundstück und bauliche Anlagen, sondern vor allem den laufenden Betrieb, die Ertragslage, die Auslastung, das Betreiberkonzept sowie die langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit des Unternehmens.

Ja, man kann einen Campingplatz erwerben. In Deutschland wechseln regelmäßig bestehende Plätze den Eigentümer, meist im Rahmen von Nachfolgeregelungen. Der Kauf ist oft deutlich einfacher als ein Neubau. Aktuelle Angebote finden Sie hier. Ihre Gesuche können Sie gerne hier aufgegeben.